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Waldbrandgefahr am Donnersberg

Die RHEINPFALZ - Nr. 100/ 2020

Wehr verhindert Schlimmeres

Die Waldbrandgefahr ist nach wochenlanger Trockenheit auch auf dem Donnersberg extrem hoch. Am Montagabend hat es bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen rund um Dannenfels gebrannt. Schnell vor Ort, konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhüten.

Von Thomas Behnke

 
DANNENFELS. Diesmal ist eine Fläche in der Nähe des Paraglider-Startplatzes in Brand geraten, unweit der alten Kreisstraße, die vom Donnersbergplateau als Einbahnstraße nach Dannenfels verläuft. Wieder hat schnelles Eingreifen der Feuerwehr ein weiteres Ausgreifen der Flammen verhindert in Anbetracht der extremen Trockenheit der letzten Wochen.

„Mühevolle Kleinarbeit“
Etwa 400 Quadratmeter Fläche waren betroffen, die „in mühevoller Kleinarbeit“ von den Feuerwehrleuten abgelöscht werden mussten, sagte gestern Matthias Groß, der ab morgen die Wehrleitung in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden übernehmen wird, im Rückblick auf die Brandbekämpfung. Insgesamt 66 Kräfte von den Feuerwehren aus den umliegenden Orten waren im Einsatz, auch aus Winnweiler und Rockenhausen gab es Unterstützung für den Löscheinsatz, nachdem kurz vor 18 Uhr der Alarm eingegangen war. Wasser musste wegen der abgelegenen Stelle mit den Tanklöschfahrzeugen der Wehren in Kirchheimbolanden und Steinbach im Pendelverkehr zum Brandort gebracht werden.

Nach gut einer Stunde war der Brand unter Kontrolle, kurz nach 20 Uhr, so Groß, konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Doch Brandwachen der Dannenfelser Feuerwehr behielten die Stelle weiterhin im Blick, die Schläuche seien vorsorglich liegengelassen worden.

Über einen guten Waldweg sei die Stelle zugänglich gewesen. „Der Weg hat uns auch den Hals gerettet“, merkt Groß an, dass dieser Waldweg als Brandschneise hilfreich war und dazu beigetragen hat, dass der Brand rechts des Weges nicht auf die linke Seite übergegriffen habe.

Hälfte der Bäume tot
Revierförster Martin Teuber war am Abend selbst vor Ort. Die Hälfte der Bäume auf dieser Fläche, auf der Ahorn, Esche, Buche und Kastanien vertreten sind, seien tot, die Rinde durch die Hitze großflächig abgeplatzt. Diese Bäume werde die Forstverwaltung entfernen müssen. Dabei sei es noch Glück, dass hier Laubwald betroffen sei. Bei der jetzt herrschenden Trockenheit wäre ein solcher Brand im Nadelwald sehr viel schlimmer verlaufen, meint Teuber.

Seit Ostersonntag, als es einen kleineren Stockbrand oberhalb von Dannenfels gegeben habe, sei das nun schon der dritte Brand innerhalb von zwei Wochen. Erst vor gut einer Woche musste die Feuerwehr zu einem Brand im Wald zwischen Dannenfels und Bastenhaus ausrücken.

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