Aktuelles und Berichte

Neues vom Berg und Verein

Neukonzeption der Ausstellung im Donnersberghaus

Ausstellungsräume in neuem Gewand – Umbaumaßnahmen im Donnersberghaus laufen trotz Corona-Einschränkungen an

Das „Donnersberghaus“ in Dannenfels, mit weitem Blick in die Ebene in schöner Lage am  Hang des Donnersberges situiert, ist seit der Gründung des Donnersbergvereins das Herzstück der Vereinsarbeit (Abb. 1).

Aussenansicht
Abb. 1 Blick auf das Donnersberghaus, das Vereinshaus des Donnersbergvereins, in Dannenfels.

Hier trifft man sich zu Vereinssitzungen, hier werden Vorträge abgehalten und die von Vereinsmitgliedern schon vor vielen Jahren in engagierter Eigenarbeit erstellte Ausstellung zu Umwelt, Geologie und Archäologie des Donnersbergs stand bis 2019 Interessierten für Wochenendbesuche offen (Abb. 2; 3).

 

Alte Ansicht der Ausstellung
Abb. 2 Die alte Ausstellung, die viele Jahre im Donnersberghaus zu sehen gewesen war, bedarf dringend einer Runderneuerung.
Alte Ansicht der Ausstellung
Abb. 3 Zwei Vereinsmitglieder bei den Vorbereitungen für eine Sonderausstellung im Ausstellungsraum des Donnersberghauses im Jahr 2009.

Mehrere Jahre lang wird nun schon an Umbau und Erneuerung des Hauses gearbeitet; der schöne Gewölbekeller wurde bereits vollständig saniert. Auch der Vortragsraum im Erdgeschoss kann bereits seit zwei Jahren, nach Erneuerung von Wandverputz und Beleuchtung sowie einer umfassenden Modernisierung des Vortrags-Equipments, wieder für Vorträge und Veranstaltungen genutzt werden.

Nunmehr schon fast drei Jahre ist es her, seit sich die Arbeitsgruppe „Keltenfreunde im Donnersbergverein“ mit den Vorsitzenden des Vereins zum ersten Mal zusammengesetzt hatte, um erste gemeinsame Schritte für eine völlige Überarbeitung der Ausstellungsinhalte im Donnersberghaus zu planen. Seitdem trafen sich die Akteure in unregelmäßigen Abstanden zu intensivem Brainstorming im Erdgeschoss des Donnersberghauses (Abb. 4). Geplant ist eine Fokussierung der Ausstellungsinhalte auf die beiden großen Themen, die als Alleinstellungsmerkmale den Donnersberg zu einem einzigartigen Natur- und Kulturdenkmal machen. Die Geologie des Berges und die keltische Großstadt, die hier einst das Plateau beherrschte und für das Umland des Donnersbergs für etwa drei Generationen als Zentralort fungierte.

 

Abb. 4 Die Arbeitsgruppe „Keltenfreunde im Donnersbergverein“ bei einer der intensiven Planungssitzungen für die neue Ausstellung.

Erste Maßnahmen im 66 m² großen Ausstellungsraum, der das Obergeschoss des Donnersberghauses einnimmt, war das Ausräumen der alten Ausstellung. Dafür mussten die Vitrinen geleert und abmontiert werden, das große, längst veraltete Modell des Donnersberg-Plateaus abgebaut und auf dem Dachboden zwischengelagert, sowie alle Funde inventarisiert und in Kisten verpackt werden. Bei diesen Arbeiten wurde auch deutlich, dass die Ausstellung ihre besten Tage schon weit hinter sich gelassen hatte – die handgeschriebenen Infoblätter in den Vitrinen waren verblasst, die Fundbeschriftung teilweise gar nicht mehr vorhanden und die wenigen Texttafeln längst veraltet. Zudem wurde beim Ausräumen der Funde deutlich (Abb. 5), dass ein Gutteil der gesammelten Artefakte letztlich eher „Heimatstubencharakter“ besaß. Die neue Ausstellung soll dagegen nach modernen musealen Gesichtspunkten konzipiert werden; dabei gilt bezüglich der Fundstücke durchaus auch der Leitsatz „weniger ist mehr“. Ausgewählte Objekte, ergänzt durch fachlich aktuelle Informationstafeln und Artefaktbeschriftungen, sollen den Besucher auf die wesentlichen Kernpunkte der Ausstellung fokussieren.

 

Abb. 5 Im Zuge der Ausräumung der Vitrinen wurden alle Funde einer eingehenden Prüfung unterzogen, und es wurde jeweils entschieden, ob sie in die Neuausstellung aufgenommen werden sollen oder nicht.

Erst einmal aber stehen umfängliche Umbaumaßnahmen im Ausstellungsraum auf dem Programm. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten nicht nur die Planungstreffen des Ausstellungs-Konzeptions Teams ausgesetzt werden, auch die bereits anvisierten Umbauarbeiten verzögerten sich um viele Monate.

Nun aber ist es endlich so weit: vor wenigen Tagen rückten die Handwerker an, um die alte, abgehängte Holzdecke im Ausstellungsraum zu entfernen (Abb. 6).

Erste Räumaktion im alten Museum
Abb. 6 Der leergeräumte Ausstellungsraum im Obergeschoss des Donnersberghauses, hier noch mit den abgehängten Holzdecken.

Hierdurch gewinnt der Raum an Höhe und erscheint erheblich lichter und größer (Abb. 7). Bei den Arbeiten wurde nun deutlich, dass der Putz unter der alten Tapete, die ebenfalls bereits entfernt wurde, an vielen Stellen schadhaft ist und ausgebessert werden muss – wie bei der Renovierung alter Gebäude üblich, tun sich im Laufe von Renovierungsarbeiten immer wieder neue Baustellen auf!

Als nächstes Handwerksteam dürften dann demnächst die Elektriker auf dem Plan stehen – wir werden über den Fortgang der Arbeiten weiter berichten.

Abb. 7 Nach Abnahme von Holzdecke und alten Tapeten blieben nur noch einige Balken der alten Unterkonstruktion der Holzdecke übrig, die noch entfernt werden müssen. Mehrere Dinge sind nun erkennbar: Zum einen wirkt der Raum ohne die abgehängte, dunkle Hol

Putz ab – Elektrik drauf: Umbaumaßnahmen im Ausstellungsraum des Donnersberghauses nehmen Fahrt auf - 2. Artikel

Seit unserem ersten Bericht über die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen im Ausstellungsraum des Donnersberghauses ist noch nicht viel Zeit vergangen, aber eine Fortsetzung ist dringend gefragt. Denn mittlerweile haben die Arbeiten erheblich an Fahrt aufgenommen: Nachdem deutlich wurde, dass sich unter der Tapete ein höchst maroder Unterputz befand, der teilweise aus mehreren Schichten mit dazwischenliegenden Ölfarbanstrichen besteht. Die Vereinsspitze beschloss, noch einmal tief in die Tasche zu greifen und den gesamten Unterputz entfernen und später erneuern zu lassen. Denn, so Herbert Hofmeister, 2. Vorsitzender des Donnersbergvereins, „jetzt oder nie“ – die in der Ausstellungsplanung vorgesehene Fototapete muss einen stabilen Halt haben, der von dem alten Unterputz nicht mehr gewährleistet werden konnte. Das bestätigte auch Architekt Thomas Müller, der, selbst Vereinsmitglied, die Arbeiten mit Rat und Tat begleitet.

Unter den diversen Putzschichten – insgesamt wurden von der Baufirma mehr als drei Tonnen Bauschutt abgefahren – kam die nackte Hausmauer zum Vorschein, die an Teilen der Wände mit Holzfachwerk kombiniert ist (Foto 1).

An der Decke des Raumes, von der bereits die alte Holzverkleidung abmontiert wurde (wir berichteten), wurde das Untergerüst für die neue Decke installiert. Es besteht aus einer Metall-Strebenkonstruktion (Foto 2).

Damit für die Einbringung der gesamten Elektrik-Versorgung – hier werden viele neue Steckdosen, Anschlüsse für Klemmleisten und Vitrinen benötigt – nicht ein erneutes Aufklopfen des neuen Verputzes zur Folge hat, wäre eine direkte Installation aller elektrischen Anschlüsse natürlich sehr wünschenswert. Dankenswerterweise nahm sich der verantwortliche Elektriker direkt dieser Arbeiten an, sodass der Ausstellungsraum nun über eine großzügige Ausstattung mit Steckdosen und allen anderen benötigten Anschlüssen verfügt (Foto 3).

Als Nächstes steht dann die Anbringung des neuen Putzes und der Einbau der neuen Decke auf dem Programm – wir werden berichten!

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