Aktuelles und Berichte

Neues vom Berg und Verein

Donnersberghaus öffnet seine Pforten

Erfolgreiche Wiedereröffnung des Museums im Donnersberghaus

Nach fast zweijähriger intensiver Arbeit konnte am vergangenen Wochenende endlich das Museum im Donnersberghaus wieder eröffnet werden.
Ein ganzes Wochenende hatten die Mitglieder des Donnersbergvereins, die für die Konzeption und Einrichtung der neuen Ausstellung verantwortlich zeichnen, für die Eröffnungsfeier eingeplant. Neben den geladenen Gästen kamen aus nah und fern auch zahlreiche Besucher, um an der Wiedereröffnung des Museums teilzunehmen.

Kernpunkt der Veranstaltung war die neu konzipierte und mit zahlreichen Objekten bestückte Ausstellung zur keltischen Stadt auf dem Donnersbergplateau. Da die kostbaren Originale bronzener Kleinfunde wie Münzen, Gewandspangen (Fibeln), Werkzeuge und anderer keltischer Artefakte von der GDKE verständlicherweise dauerhaft nicht ausgeliehen werden, hatte die Restaurierungswerkstatt der Landesarchäologie in Speyer originalgetreue und im grünen Patinaton der Bronze eingefärbte Kopien hergestellt, die den keltischen Fundstücken täuschend gleichen und so einen überzeugenden Eindruck vom herausragenden Kunstschaffen der Kelten vermitteln.

Informationstafeln mit Fotos, Plänen und Rekonstruktionen der keltischen Stadtmauerarchitektur geben den Besuchern zahlreiche Informationen zu der frühen Stadtanlage auf dem Donnersberg, die zu den größten befestigten Siedlungen der Kelten gehört.

Natürlich wurden von fachkundigen Mitgliedern der „Keltenfreunde im Donnersbergverein“ Führungen durch die Ausstellung angeboten, bei denen aufmerksame Teilnehmer noch so manches Wissenswerte über die Kelten erfahren konnten, das nicht auf den Informationstafeln steht.

Untermalt wurde die Veranstaltung von den irisch-keltischen Klängen der Harfe von Peter Wucherpfennig, in der „keltischen Szene“ bekannt und beliebt für seine mitreißenden Darbietungen.

Für Leben im Haus sorgten die „Hochwaldkelten“ aus Otzenhausen, von denen man viel über die Eisenverarbeitung und Bronzeguss lernen konnte. In originalgetreuer Gewandung („ich stelle die Grabausstattung einer frühkeltischen Frau dar“, so der Originalton einer Aktiven von den Hochwaldkelten) praktizierten die „keltischen“ Frauen aus dem Hunsrück unter anderem Brettchenweben und Spinnen von Fäden. Auch konnten die Besucher viele Döschen öffnen, in denen sich die Ingredienzien zum Färben der Wolle befanden - und staunten, wie viele Pflanzen sich zum bunten Färben in keltischer Zeit verwenden ließen.

Der Tatsache, dass Römer den Kelten in unserer Gegend fast auf dem Fuß folgten, wurde durch den „Besuch einer Römerin“ aus Speyer Rechnung getragen. Ebenfalls originalgetreu gewandet zeigte diese, dass auch die Römer die Kunst des Brettchenwebens verstanden. Nicht nur die unermüdliche Vorführung während des Feierwochenendes, sondern auch die wunderschönen Webereiproben der römischen Muster zeugten davon.

Das sonnige Herbstwetter erlaubte auch Außenaktivitäten und so ließ sich ein „keltischer Krieger“ mitsamt seiner Ausrüstung, bestehend aus Schwert, Lanze, Schild und Schwertgehänge, unter der Linde nieder und demonstrierte Besuchern anschaulich, wie leicht sich ein Feuer aus Pyrith, Baumschwamm und Zunderholz entfachen lässt - sofern man  weiß, wie man es machen muss, natürlich!

Bestens versorgt wurden die Besucher mit Leckerbissen wie Fischcanapées, Blätterteigröllchen sowie verschiedenen vegane Köstlichkeiten. Angeboten wurde dazu, neben  bekannten Getränken wie Kaffee, Sekt oder Mineralwasser, auch Mulsum und Conditum, gewürzte Weine nach römischer Rezeptur. So war für das „geistige und leibliche Wohl“ in jeder Hinsicht bestens gesorgt.


Abschließend möchten wir uns herzlich bei allen Besuchern sowie unseren darstellenden Freunden bedanken. Ohne ihr Erscheinen und Engagement wäre solch ein erfolg- und ereignisreiches, mit viel „keltischem Leben“ erfülltes Eröffnungswochenende nicht möglich gewesen.

Zurück