Aktuelles und Berichte

Neues vom Berg und Verein

Donnersberg-Jahrbuch 2020

DIE RHEINPFALZ - NR. 273/2019

Ein Landkreis von vielen Seiten betrachtet

Landrat Guth stellt in Wartenberg-Rohrbach die 43. Ausgabe des Donnersberg-Jahrbuches vor.

"Im Kreis zuhause": Unter diesem Motto wurden in diesem Jahr die Beiträge des Donnersberg-Jahrbuches gestellt. Die 43. Ausgabe blickt natürlich zurück auf das Kreisjubiläum in diesem Jahr. Unter anderem wird darin auch erklärt, was es mit der "Alten Welt" auf sich hat, wo sie anfängt und aufhört.

Diesmal war die Turn-und Festhalle in Wartenberg-Rohrbach die Bühne der Jahrbuch-Präsentation. 60 Autoren geben in 81 Beiträgen, verteilt auf elf Kapitel, auf über 250 Seiten einen Überblick über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges aus dem Kreisgebiet. Zusammen mit 100 Gästen blätterte Landrat Rainer Guth durch die zahlreichen Anektoden und Berichte aus dem und über den Donnersbergkreis und verriet dabei auch seine persönlichen Favoriten.

„Wer sich der Historie nicht bewusst ist, kann auch die Zukunft nicht gestalten“, brachte Guth es auf den Punkt. Aus diesem Grund haben die Veranstaltungen zum diesjährigen 50. Jubiläum des Donnersbergkreises eine spezielle Bedeutung für ihn. „Gleich viermal haben wir diesen besonderen Geburtstag gefeiert. Ordentlich Remmidemmi, das können wir im Kreis“, verkündete er mit stolzem Lächeln. Kein Wunder also, dass es sich der Landrat nicht nehmen ließ, selbst eine Nachlese über die Jubiläums-Festivitäten im Jahrbuch beizusteuern.

Der Mensch im Mittelpunkt

Ebenfalls verwies er auf die lesenswerten Berichte über die sogenannte „Alte Welt“. Wer häufig mit Freunden aus dem Nachbardorf diskutiert, was denn nun eigentlich zur „Alten Welt“ gehört und was nicht, dem kann vielleicht der Artikel „Wo befindet sich eigentlich die Alte Welt“ von Torsten Schlemmer weiterhelfen. Neben der Historie ist dem Landrat auch die Kultur ein Anliegen. Guth verwies dabei auf den Text „Vierzig Jahre beste Unterhaltung“ vom ehemaligen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel Arno Mohr über die Laienspielgruppe „Lewenstein“ aus Niedermoschel – stellvertretend für die zahlreichen Laientheatergruppen, die im Kreis aktiv sind. „Wir müssen nicht immer extra ins Staatstheater fahren – wir können auch vieles selbst“, erklärte der Kreischef.

Zentral ist und bleibt jedoch der Mensch. Dies betonte auch Moderatorin Martina Wasem: „Der Umschlag, gestaltet von der Langmeiler Künstlerin Minna Maria Rembe und bearbeitet von Diplom-Designer Uwe Jochim aus Kirchheimbolanden, zeigt es schon. Er ist bunt, schillernd und voller Leben. So wie die Menschen, die im Kreis zuhause sind. Und so lautet denn der Titel des Buches.“

Dankbar für viele Mitwirkende

Ein besonderes Lob sprach der Landrat für das große Engagement den vielen Autorinnen und Autoren sowie dem Jahrbuch-Redaktionsteam mit Andreas Diener, Barbi Driedger-Marschall, Gundula Nakfour, Torsten Schlemmer, Margita Schreier und Martina Wasem aus. „Wir können wirklich stolz sein auf diese Glanzleistung“, sagte er. Dem pflichtete auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler, Rudolf Jacob, bei: „Ich danke den Autorinnen und Autoren sowie allen weiteren Mitwirkenden, ohne die eine solche Dokumentation über die Historie, die Orte und Menschen des Donnersbergkreises nicht möglich wäre.“ Wie wertvoll ehrenamtliches Engagement ist, zeigt sich auch im Artikel „Ehrenmedaille für hervorragende Leistungen“ von Gundula Nakfour, in der das besondere Schaffen und die zweifellos gerechtfertigte Ehrung von fünf im Kreisgebiet beheimateten Mitmenschen geschildert wird.

Wie nachhaltig ist der Landkreis?

Die allgegenwärtigen Themen Natur, Nachhaltigkeit und Umweltschutz finden ebenfalls ihren verdienten Platz in der diesjährigen Ausgabe des Heimatjahrbuches. Tabea Driedger, die aus ihrem Artikel „Wie nachhaltig ist der Donnersbergkreis?“ vorlas, hat einige Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte im Kreis besucht und deren Umgang mit Plastik erfragt. Obwohl für kein Geschäft das Mitbringen eigener Behältnisse ein Problem darstellt, wird dieses Angebot dennoch viel zu selten genutzt. Ihr Wunsch für eine nachhaltigere, plastikfreiere Zukunft: „Fragen Sie nach, was in Ihrem Lieblingsladen möglich ist.“ Dass nicht immer alles Alte weggeworfen werden muss, zeigt die von der Mörsfelder Schriftstellerin Monika Böss geschriebene und verlesene Kalendergeschichte „Medienkiste in der Dorfmitte“ auf. Böss erzählt darin, dass die nicht mehr ganz zeitgemäße Telefonzelle noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Sie bietet ein neues Zuhause für etwa Filme, CDs und Bücher, darunter auch alte Donnersberg-Jahrbücher, die zur freien Verfügung stehen.

Gastgeber stellt sich vor

Gastgeber der Jahrbuch-Präsentation war dieses Jahr Wartenberg-Rohrbach, dessen Ortsbürgermeisterin Dagmar Schneider-Heinz passend zum Anlass des Abends „ihre“ Gemeinde vorstellte: „Besonders stolz sind wir auf den Umbau unseres Bürgerhauses, bei dem viele Ehrenamtliche zahllose Stunden geleistet haben.“ Ebenfalls ein Glanzlicht des Ortes: der „Bürgertreff“, dessen Ziel es sei, Kontakte untereinander herzustellen und sich gegenseitig zu helfen. Zu diesem Zweck sei unter anderem ein kleiner Kräutergarten angelegt worden, der allen kostenlos zur Verfügung stehe. Musikalisch begleitet wurde der Abend durch den rund zwanzig Damen und Herren starken Pop- und Gospelchor „Spirit in Motion“ aus Göllheim unter der Leitung von Christine Franz mit den weithin bekannten Titeln „Oh, Happy Day“, „I will follow him“, „Impossible dream“ und „One day more“. Passend zur Veranstaltung findet sich auch im aktuellen Jahrbuch ein Artikel über die Gruppe „20 Jahre und noch kein bisschen leise!“. Außerdem machte die Wartenberg-Rohrbacher Tanzgruppe „Tanz dich fit“ unter der Leitung von Gabriele Hillenbrand mit ihren rhythmischen Bewegungen unter anderem zu dem Sommerhit „Bella Ciao“ ihrem Namen alle Ehre.

Zurück