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Der Keltenweg

Das Hauptplateau des 687 m hohen Donnersberges wird von einer heute noch gut sichtbaren Ringwallanlage umzogen. Hier erstreckte sich von etwa 130 bis 60/50 v. Chr. eine keltische Großstadt, ein sogenanntes Oppidum. Dieses Oppidum war der Zentralort für das gesamte Umland in der Rheinebene. In dominanter Position über dem Rheintal gelegen, gehörte diese Stadt zu den größten keltischen Siedlungen nördlich der Alpen. Vom einstmaligen Oppidum sind nur die Reste der imposanten Mauern erhalten geblieben. Die Befestigunganlage ist insgesamt 8,5 km lang und umfasst eine Fläche von 240 Hektar. Die Mauern waren ursprünglich bis zu 4 Metern hoch. Sie bestanden aus einer ohne Mörtel in Trockenbautechnik aufgesetzten Frontmauer aus dem auf dem Berg anstehenden Rhyolithgestein und einem dahinter angeschütteten Wall aus Erde und Steinen. Oben bekrönte ein hölzernes Schanzwerk die Mauer. Ein Teilstück der einstigen Stadtmauer wurde rekonstruiert und ist heute als Keltenmauer sichtbar. Während die Westhälfte des Innenareals wohl größtenteils unbebaut blieb und eher als Viehweide oder Ackergelände diente, war das Ostwerk zeitweise von mehreren tausend Menschen bewohnt. Später wurde die Siedlungsfläche im Ostwerk durch den Einbau einer weiteren Mauer (sog. „Zwischenwall“) erkleinert. Als die Stadt aufgegeben wurde, zerfielen die Mauern in ihrem oberen Bereich. Der Erdwall überschüttete die noch stehenden Reste der Steinmauern und bildet heute den „Keltenwall“. Im Abschnitt des Zwischenwalls haben die Archäologen der Direktion Landesarchäologie - Speyer "Fenster" ins Innere des Walls geöffnet, um die originale Mauer sichtbar zu machen. Am Parkplatz auf dem Donnersberg startet der 5,4 km lange Keltenweg, der entlang der ehemaligen Befestigungsanlage zu den verschiedenen Ausgrabungsstätten und noch sichtbaren Denkmälern des Oppidums führt. Wandermarkierung Ausgangs- & Endpunkt Parkplatz Rundwanderweg auf dem Donnersberg-Plateau. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Downloadlink der GPS-Datei ist hier. Stationen der Wanderung: An den meisten Punkten befinden sich Informations- und Hinweistafeln. 1. Rekonstruktion der Pfostenschlitzmauer am Parkplatz und Ausgangspunkt (lange Strecke–rote Linie) 2. Wegkreuzung zur Viereckschanze (Abkürzung, kurze Strecke–blaue Linie). 3. Köhlerschlag-Überquerung der K 51 4. Geißenritsch (Schlackenwall) 5. Eschdelle 6. Viereckschanze 7. Archäologische Ausgrabung „Zwischenwall“ an der K 82 8. Profilschnitt durch den Mittelwall 9. Königsstuhl 10. Ehemalige Richtfunkstation 11. Fernsehturm 12. Ludwigsturm mit Kiosk 1. Ausgangspunkt Die angegebenen Punkte sind identisch mit den Wanderstationen. Die Wanderstrecke (rot) ist ca. 5,4 km lang. Nimmt man aber den Weg zur Viereckschanze (blau) verkürzt sich der Laufweg auf ca. 4,6 km. Eine Gehzeit von etwa zwei Stunden sollten eingeplant werden. Einkehrmöglichkeiten: 1, 2, 3, 4, 5 Bildergalerie:
Der Donnersbergverein e. V. Ansprechpartner für die Region
Fotos und Grafiken: Ulrich Moses

Copyright: Donnersbergverein e. V. 2024

Donnersbergverein e. V. für Mensch und Natur in der Region
Station 12: Ludwigsturm mit Kiosk
Station 1: Ausgangspunkt, Rekonstruktion der Pfostenschlitzmauer
Station 4: Schlackenwall
Station 7: Archäologische Ausgrabung am Zwischenwall
Station 8: Profilschnitt durch den Mittelwall
Station 9: Königsstuhl
Station 6: Viereckschanze
Donnersbergverein e. V. für Mensch und Natur in der Region

Der Keltenweg

Das Hauptplateau des 687 m hohen Donnersberges wird von einer heute noch gut sichtbaren Ringwallanlage umzogen. Hier erstreckte sich von etwa 130 bis 60/50 v. Chr. eine keltische Großstadt, ein sogenanntes Oppidum. Dieses Oppidum war der Zentralort für das gesamte Umland in der Rheinebene. In dominanter Position über dem Rheintal gelegen, gehörte diese Stadt zu den größten keltischen Siedlungen nördlich der Alpen. Vom einstmaligen Oppidum sind nur die Reste der imposanten Mauern erhalten geblieben. Die Befestigunganlage ist insgesamt 8,5 km lang und umfasst eine Fläche von 240 Hektar. Die Mauern waren ursprünglich bis zu 4 Metern hoch. Sie bestanden aus einer ohne Mörtel in Trockenbautechnik aufgesetzten Frontmauer aus dem auf dem Berg anstehenden Rhyolithgestein und einem dahinter angeschütteten Wall aus Erde und Steinen. Oben bekrönte ein hölzernes Schanzwerk die Mauer. Ein Teilstück der einstigen Stadtmauer wurde rekonstruiert und ist heute als Keltenmauer sichtbar. Während die Westhälfte des Innenareals wohl größtenteils unbebaut blieb und eher als Viehweide oder Ackergelände diente, war das Ostwerk zeitweise von mehreren tausend Menschen bewohnt. Später wurde die Siedlungsfläche im Ostwerk durch den Einbau einer weiteren Mauer (sog. „Zwischenwall“) erkleinert. Als die Stadt aufgegeben wurde, zerfielen die Mauern in ihrem oberen Bereich. Der Erdwall überschüttete die noch stehenden Reste der Steinmauern und bildet heute den „Keltenwall“. Im Abschnitt des Zwischenwalls haben die Archäologen der Direktion Landesarchäologie - Speyer "Fenster" ins Innere des Walls geöffnet, um die originale Mauer sichtbar zu machen. Am Parkplatz auf dem Donnersberg startet der 5,4 km lange Keltenweg, der entlang der ehemaligen Befestigungsanlage zu den verschiedenen Ausgrabungsstätten und noch sichtbaren Denkmälern des Oppidums führt. Wandermarkierung Ausgangs- Parkplatz & Endpunkt Rundwanderweg auf dem Donnersberg-Plateau. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Downloadlink der GPS-Datei ist hier (verlinkter Inhalt speichern unter). Stationen der Wanderung: An den meisten Punkten befinden sich Informations- und Hinweistafeln. 1. Rekonstruktion der Pfostenschlitzmauer am Parkplatz und Ausgangspunkt (lange Strecke–rote Linie) 2. Wegkreuzung zur Viereckschanze (Abkürzung, kurze Strecke–blaue Linie). 3. Köhlerschlag-Überquerung der K 51 4. Geißenritsch (Schlackenwall) 5. Eschdelle 6. Viereckschanze 7. Archäologische Ausgrabung „Zwischenwall“ an der K 82 8. Profilschnitt durch den Mittelwall 9. Königsstuhl 10. Ehemalige Richtfunkstation 11. Fernsehturm 12. Ludwigsturm mit Kiosk 1. Ausgangspunkt Die angegebenen Punkte sind identisch mit den Wanderstationen. Die Wanderstrecke (rot) ist ca. 4,6 km lang. Nimmt man aber den Weg zur Viereckschanze (blau) verkürzt sich der Laufweg auf ca. 3,0 km. Eine Gehzeit von etwa zwei Stunden sollten eingeplant werden. Einkehrmöglichkeiten: 1, 2, 3, 4, 5 Bildergalerie:
Station 1: - Ausgangspunkt, Rekonstruktion der Pfostenschlitzmauer
Station 4: Schlackenwall
Station 6: Viereckschanze
Station 7: Archäologische Ausgrabung am Zwischenwall
Station 8: Profilschnitt durch den Mittelwall
Station 9: Königsstuhl
Station 12: Ludwigsturm mit Kiosk
Fotos und Grafiken: Ulrich Moses

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