Der Donnersberg und seine archäologischen Schätze


Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie präsentiert die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz im Landesmuseum Mainz die Landesausstellung „vorZEITEN – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“. In der gross angelegten Landesausstellung werden spektakuläre Funde und einmalige Exponate von den erdgeschichtlichen Anfängen bis in die Gegenwart gezeigt.


Kaum eine Landschaft im westlichen Mitteleuropa ist so reich an archäologischen Schätzen wie die Region des heutigen Rheinland-Pfalz. Bedeutende archäologische Funde und Bodendenkmäler lassen 400 Millionen Jahre Natur- und Kulturgeschichte erlebbar werden. Rhein und Mosel waren seit jeher mächtige Verkehrsadern und Handelswege. Sie machten die Region des heutigen Rheinland-Pfalz zu einem Kernland europäischer Geschichte. Krieg und Frieden, Allianzen und Konfessionen, Herrscher und Kirchenfürsten haben im Laufe der Jahrhunderte diese Kulturregion entscheidend geprägt. Mal war sie Durchzugsgebiet, mal umkämpfte Grenzregion, mal Machtzentrum. Noch heute finden sich hier vielfältige Zeugnisse kultureller Einflüsse aus vielen Teilen Europas. Einmalige Fossilien eines vergangenen Ökosystems, die ersten Lebewesen der Urmeere, das Schädelfragment eines Neandertalers, die kostbaren Kunstwerke eiszeitlicher Jäger, der rätselhafte steinzeitliche Ritualort Herxheim, die prachtvollen keltischen Prunkgräber – hochkarätige Funde laden den Besucher zu einer spannenden Zeitreise durch Rheinland-Pfalz ein.


Der Donnersbergverein e. V. aus Dannenfels beteiligt sich auch an dieser archäologischen Schatzreise mit mehreren Veranstaltungen. Die erste Veranstaltung findet am 21.05.2017 im Rahmen des internationalen Museumstages auf dem Donnersberg statt.


Der Donnersbergverein e. V., der das Donnersberghaus als Informationszentrum für den Donnersberg und Umgebung unterhält und durch seine Tätigkeiten den Berg als Natur- und Kulturlandschaft erhalten will, beteiligt sich an der Aktion des Landes Rheinland-Pfalz mit drei Themen:



Neben Führungen und Vorträgen werden im Donnersberghaus auch Ausstellungen organisiert.


Anlässlich des Internationalen Museumstages am Sonntag, den 21. 05.2017, findet die Auftaktveranstaltung zum Thema „Die Kelten auf dem Donnersberg“ statt. Was den Wenigsten bekannt ist: Dort stand auf 240 ha Fläche einer der grössten keltischen Städte in Mitteleuropa, in der Zeit bevor die Römer kamen. Etwa um 130 v. Chr. erbaute ein keltischer Stamm dieses Oppidum, wie Cäsar solche Anlagen nannte. Um welchen Stamm es sich dabei handelte, ist nicht bekannt. Nordwestlich vom Donnersberg siedelten die Treverer, südlich davon die Mediomatriker.


Der Platz für das Oppidum auf dem Donnersberg war gut gewählt. Das Baumaterial - Steine und Holz - waren direkt an der Baustelle im Überfluss vorhanden. Eisen- und Kupfererze, die im südlichen Bergbereich und im weiteren Umfeld (Kirchheimbolander Wald, Göllheim, Eisenberg/Stumpfwald) gefördert wurden, bildeten wahrscheinlich die materielle Grundlage für den Bau und damit die Macht der Grosssiedlung. Wasser gab es ebenfalls in ausreichender Menge, da unterirdische Quellhorizonte auf dem Donnersbergplateau vorhanden sind. Die Bewohner hatten eine hervorragende Sicht auf das Umland und umgekehrt konnte die imposante Anlage schon von weitem aus allen Richtungen gesehen werden. Sehen und gesehen werden, war mit Sicherheit einer der Gründe für die Errichtung der mächtigen Stadtmauer mit ihren eindrucksvollen Toranlagen. Erstaunlicherweise dauerte die Besiedlung nur etwa 70 bis 90 Jahre. Dann wurde die Anlage kampflos aufgegeben. Als Cäsar, um 55 v. Chr., zur Abschreckung der rechtsrheinischen Germanenstämme eine Brücke über den Rhein schlagen liess und möglicherweise auch Kundschafter in das Gebiet um den Donnersberg schickte, war die Stadt menschenleer.


Der Arbeitskreis „Keltenfreunde“ im Donnersbergverein e. V. möchte interessierten Besuchern das Thema näherbringen und bietet dazu am 21.05.2017, ab 14:00 Uhr, eine Führung durch die ehemalige Stadt auf dem Donnersberg an. Entlang des Keltenweges werden die Relikte und Grabungsstellen der keltischen „Grossstadt“ gezeigt und erklärt. Ebenso werden die wichtigsten Funde - und das ist nicht nur der bekannte Achsnagel - aus dem Bestand des Museums im Donnersberghaus vorgestellt. Diese Funde belegen das städtische Leben im Oppidum und geben Aufschluss über den Alltag ihrer Bewohner.

Im Laufe des Jahres sind weitere Veranstaltungen mit Führungen und Vorträgen zu den genannten Themen seitens des Donnersbergvereins e. V. auf dem Donnersberg und im Donnersberghaus in Dannenfels geplant.


Weitere Termine:







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